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Mittwoch, 27. Januar 2010
Katzentheater - ein Lustspiel in fünf Akten
Von Birtes Viechblog, 18:56

Katzentheater - ein Lustspiel in fünf Akten

Prolog

Wie der Eine oder Andere vielleicht mitbekommen hat, ziehen wir um. Soll heißen: wir sind bereits umgezogen. In mein Elternhaus. Meine Mutter wohnt nun nur noch unten, wir haben umgebaut und bewohnen die obere Etage. Mein Mann, Moses und Emma (kätzischer Familienanhang) und naja, ich auch. Das Ganze ist (immer noch) ein sukkzessiver Prozess: seit Wochen wird die eine Wohung renoviert, es werden Möbel aufgebaut und in der anderen Wohnung abgebaut und entrümpelt. Nirgends mehr richtig zu Hause, überall Baustelle. Aber es wird... :thumbup:

Neben dem Hauptspielplatz unseres eigenen Umzugs, haben wir natrlich noch ein nebenher laufendes kleines Lustspiel. Und hier die Protagonisten:



Moses
...kam im Sommer 2001 als Winzling zu mir (Wegwerfprodukt, welches ich mit der Flasche grogezogen habe und heiß und innig liebe). Er entwickelte sich, nun ja, ich sag mal, im Rahmen seiner Möglichkeiten (also, man muss es so formulieren: Moses wurde dick, dumm, faul, gefräßig und hasste jegliches Fremde). Um Moses hatte ich immer etwas Angst: ihn irgendwann in die große Welt raus zu lassen? Der kommt ja kaum auf 60m² klar...



Emma
... ebenfalls 2001 geboren, zog ein knappes Jahr - in welchem sie im Tierheim aufwuchs - nach Moses bei uns ein. Wir hatten immer das Gefühl, dass ihre Lebenssituation (Wohnungskatze zusammen mit dem liebenswerten aber tumben Moses) sie unterfordere: Emma ist hochsensibel, sehr intelligent, spielfreudig, aber leider sehr, sehr scheu (nur nicht meinem Mann gegenüber, den liebt sie wirklich sehr, ich bin akzeptiert). Für Emma wünschten wir uns immer "mehr". Mehr Freiheit, mehr Anreize, mehr Katzenabenteuer...



Herta
... Baujahr 2002 - ist die Katze meiner Mutter: das unbedarfteste Katzentier, das ich jemals kennenlernen durfte... Herta ist freundlich, verschmust, aufgeschlossen. Eine Traumkatze. Aber andere Katzen? Die findet sie überflüssig. Herta lebt seit Mai letzten Jahres in diesem Haus. Und es ist ganz klar IHR Haus, IHR Klo, IHR Kratzbaum, IHR Garten...

Au weia... Was DAS wohl geben wird?
Unsere Theorie: Emma, als durch und durch sozial orientierte Katze (was andere Katzen angeht) und Herta werden sich sicherlich schnell vertragen und mögen. Herta ist ja eher devot veranlagt und Emma auch. Das sollte passen. Herta und Moses? Au weh... Unser Kater, der in seinem Leben noch keine andere Katze auer Emma sah und mit der das nur so gut klappt, weil Emma eben Emma ist...? Unsere sollen ja nun auch oben leben und Herta weiter unten. Oder haben wir am Ende drei Katzen und meine Mutter keine? Oder meine Mutter drei und wir nicht mehr? Oder wird eine der Katzen (insbesondere Herta) sofort das Weite suchen und beschließen, zu einem netten Nachbarn umzuziehen? Fragen über Fragen, von der wir wussten: nur die Zeit kann sie beantworten. ?(

1. Akt - Der Umzug


Der Tag des Katzenumzugs brach an, als die alte Wohnung mehr Baustelle war, als die neue. Wenn auch diese noch nicht komplett fertig gestellt war. Wir wussten, dass auch nachfolgende Weiterbaumanahmen mit großem Getöse die Katzen stressen wrde, aber das wäre in der alten Wohnung nicht anders gewesen. Vor zweieinhalb Wochen war es so weit. An einem Sonntagabend wurden Moses und Emma eingetütet und aus den vertrauten 60m² gerissen, die ihnen ihr Leben lang als Heim dienten. Unter großem Geschrei und Geheule... ;( Und ausdrücklichem Protest!

Angekommen im neuen Heim bleibt Emma in ihrem Kennel hocken. Und hocken. Und hocken. Erst weint sie noch, dann wird es still. Rauskommen mag sie nicht. Moses hingegen streckt nach fünf Minuten die Nase raus und macht die ersten mutigen Schritte. Geduckt, aber neugierig. Na sowas... 8o Nach gefühlten sieben Stunden witscht auch Emma raus. Und sofort ab hinter die Couch, die wir vorausahnend ein Stückchen vorgezogen hatten. Wir setzen uns drauf und machen - Normalität simulierend - den Fernseher an. Moses findet das Katzenfutter und das Klo und - yippieh - den Kratzbaum, den er ordentlich einweiht. Es wird Zeit ins Bett zu gehen. Moses kommt mit. Emma bleibt hinter der Couch.

2. Akt - Die ersten Tage, die erste Begegnung

Moses ist sowas von neugierig. Wir sind ganz baff. Schon am nächsten Tag duckt er sich nur noch selten. Er agiert nach dem Motto "Wo Ihr seid, kann es nicht so schlimm sein..." Sind wir weg, verkriecht er sich. Emma bleibt weiterhin hinter der Couch. In den frühen Morgenstunden der ersten Nacht hören wir sie fressen und das Klo nutzen. Wir atmen auf. Ansonsten bleibt es wie gehabt. Manchmal wimmert sie etwas. Wir haben Mitleid.

Herta tut so, als sei gar nichts. Sie heuchelt absolutes Desinteresse an den Vorgängen im oberen Stockwerk. Nur manchmal guckt sie leise um die Ecke.

Am Abend scheuche ich Emma beherzt hinter der Couch hervor. Ich muss jene wieder an die Wand schieben, die Kisten schleppen sich so schlecht durch den Raum, wenn man ständig gegen den Tisch rennt. Emma beschließt, die Deckung fürs Erste aufzugeben und untersucht - wie Moses - auch in unserem Beisein die neuen Gegebenheiten. Sie findet es doof hier. Wir haben ihr ein neues kleines Rückzugsrefugium im Schlafzimmer hingestellt. Nachdem sie es entdeckt hat, nimmt sie es dankbar an. Fressen und Klo sind ok, ansonsten bleibt sie dort.

Herta beschließt, doch mal gucken zu gehen und in einem unbeobachteten Moment schleicht sie in unser Schlafzimmer ... und trifft auf Moses, der friedlich vor sich hin döst. Herta angesichtig, reagiert er panisch:

Ja, nun, woher soll er DAS denn bitte wissen?

Moses versteckt sich ganz schnell unter der Bettdecke... Und Herta guckt mich an und meint: "Wo kommt DER denn her? Was war DAS denn?" Und zieht entspannt wieder von dannen...

In der Nacht hören wir ein infernalisches Katzengebrüll aus dem Hausflur. Alle Zweibeiner stehen senkrecht in ihren Betten und sind blitzschnell vor Ort. Es sind Emma und Herta, die sich auf der Treppe unfassbar anzicken. Richtiger Weiberterror. Emma fitscht wieder nach oben und Herta zu meiner Mutter. Seither ist für Emma klar: "Da geh ich nicht mehr hin!" und Herta setzt keinen Fuß mehr in unsere Wohung. Ok, DAS hatten wir uns anders vorgestellt, aber immerhin ist es geklärt. :huh: Und Herta scheint zum ersten Mal in ihrem Leben das Hochgefühl von "Isch bin der Cheeeef!!!" zu erleben. Allerdings fragt sie auch: "Sag mal, ist da oben ein Nest? Wo kommen die denn alle her? Sind da NOCH mehr? Herrjeee... Ich hatte ein wunderbares Leben als Einzelkatze und nun DAS..." :patsch:
Am nächsten Tag ist Herta ein paar Stunden verschwunden und wir machen uns ernsthafte Sorgen um sie. Aber sie kommt wieder, alles gut!

Ich liege am Folgetag in der Wanne und lese Leyhausens "Katzenseele".

3. Akt - Moses bunte neue Welt

Emma bleibt für nahezu zwei Wochen unsichtbar. Wir bekommen wohl mit, dass sie frisst und die Toilette nutzt (nur, wenn sie uns schlafend wähnt), aber sonst? Nix, nada. Wir vermuten, sie schreibt ein Gefangenentagebuch: "Tag 7 meiner Verschleppung. Ich will NACH HAUSE!" Oder so... ;(

Moses hingegen blüht schlicht auf. Er ist total auf mich fixiert (ok, das war er schon immer...) und handelt nach dem Motto "Dein Heim sei mein Heim - wo Du hingehst, da will auch ich sein..." und folgt mir überall hin. Natürlich auch in die mütterliche Wohnung. Erst hatte ich die Tür dahin zu gemacht, aber dann saß er jedes Mal laut weinend davor "Ich bin alleeeeiiiiiiin... Lass mich reiiiiiiin!" Er ist für Moses Verhältnisse unglaublich neugierig und agil. 8o
Moses und Herta begegnen sich nun häufiger und mein Leben bekommt einen neuen Soundtrack: "Grrrrrrrrrrrr" (ganz tief grollend aus dem Katzeninneren) und ein fauchiges "Cccchhhhh" Da tun sich beide nix, aber sie tun sich auch nichts. Sie greifen sich nicht an, sagen sich aber unmissverständlich, dass sie einander doof finden. Irgendwann ist Herta das Ganze aber etwas zu blöd. Moses bleibt der Aggressor, aber meist ignoriert sie ihn. Sie haben anscheinend ein Agreement getroffen: ist Herta draußen im Garten, darf Moses rein. Sonst, naja, nur unter argwöhnischer Duldung. Aber immerhin haben sie es schon geschafft, eine halbe Stunde nebeneinander in 1,5m Abstand zu liegen, ohne einen Mucks zu machen oder wahnsinnig angespannt zu sein.

Moses hat ungeheuer viel zu erledigen. Treppe rauf, Treppe runter. Hier schnüffeln, da untersuchen, hier gucken, dort staunen. Und er ist total aufgeschlossen. Irgendwann springt er neben meiner Mutter auf die Couch, was jener in diesem Moment gar nicht passt und sie schiebt ihn kurzerhand zur Seite. Moses, mein Moses!, der immer jedem fremden Menschen deutlich klar gemacht hat, dass er ihn nicht mag ("Kommst Du mir näher, mach ich Dich kalt!" :sar: ) lässt es anstandslos über sich ergehen, während ich hysterisch loskreische "FASS IHN NICHT AN!!!" Ich sehe blutende Mutterhände, dabei passiert rein gar nix. Ihren Rollator findet er unheimlich, der erinnert wohl zu dolle an den Staubsauger, aber sonst ist sie aus mosischer Perspektive ohne einen bösen Blick in den Clan aufgenommen.

Vorgestern Abend sitzen mein Mann und ich auf der Couch und sagen, beide auf das Katertier blickend und wie aus einem Munde: "Der hat ja abgenommen!" :wtf: Moses ist in den letzten zwei Wochen deutlich schlanker geworden, dabei hat sich das Futterangebot nicht geändert, aber wer sich mehr bewegt und neue Hobbies hat... Außerdem scheint sich sein Leben endlich um andere Dinge, als ums Futter zu drehen. Hertas Futter - sie bekommen alle das Gleiche - rührt er übrigens nicht an. Er ist insgesamt sehr ausgeglichen. Herta aber auch: sie benimmt sich, wenn nicht grad Moses in ihr Reich dringt, wie eh und je.

4. Akt - Die Leiden der jungen Em


Emmas Leid rührt uns schon sehr und wir überlegten hin und her, wie wir ihr die Situation erleichtern können. Aber letztlich muss sie da einfach durch. Bohren, sägen, hämmern... Alles Dinge, die nicht mehr in ihren Zimmern durchgeführt wurden, stressten sie arg: irgendwie sah sie so aus als wusste sie "Ich bin in der Katzenhölle gelandet! Dies muss die Hölle sein, bestimmt! Ich wusste immer, es wird ein schreckliches Ende nehmen, aber ich hab doch eigentlich nichts getan..." ;(
Vorgestern Abend, ohne irgendeinen besonderen Anlass, gab sie auf: plötzlich stand sie vor uns und erzählte, erzählte und erzählte. Als ob man ihr 14 Tage das Maul zugehalten hätte und sie nun endlich alles rauslassen konnte. Und seitdem haben wir unsere "alte" Emma wieder. Jetzt benimmt sie sich wieder vollkommen normal. UFF! Mal sehen, wie das weitergeht. Einen neuen Kuschelplatz hat sie auch schon: der Bananenkorb im Wohnzimmer. Von da aus hat man einen guten Wohnungsüberblick. Wir wünschen unserer Maus, dass auch sie sich jetzt wirklich einlebt.

Epilog

Irgendwann wird es hier auch wieder einen geregelten Alltag geben. Und dann werden auch die Tiere alle in Gänze zur Ruhe kommen. Moses ist schon auf dem Weg zum nächsten Schritt. Vorgestern hat er zum ersten Mal einen sehnsüchtigen Blick über die Terassentür nach draußen gewagt und leise und höflich darauf aufmerksam gemacht, dass man da wohl auch hin könne? Gestern wagte er, während ich dort rauchte, einen ersten zaghaften Schritt in die große weite Welt. Herta kam jedoch gleichzeitig aus dem Garten und schickte ihn sofort zurück ins Haus ("MEIN Garten, klar?!" :cursing: ). Heute wollte er wieder und hat den ersten Schritt in den ersten Schnee seines Lebens gemacht (*yikes* ist das kalt!:lacher: ). Das hat mich ganz schön gerührt. Und ich bin jetzt auch sehr zuversichtlich, dass die Tiere es schaffen können. Und wenn die das schaffen, schaffen wir das auch. :thumbsup:

Und vielleicht komme ich dann auch mal wieder zum bloggen...

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Sonntag, 18. Oktober 2009
Seelenpony
Von Birtes Viechblog, 15:18

Hui... Ich wurde in die Berichtpflicht genommen! Dann leg ich mal los...

Seit nun vierzehn Tagen gehöre ich zu Lillis Harem. In dieser Zeit stellte meine neue Reitlehrerin folgende Baustellen fest: ich reite keine Übergänge (und derer muss ich vielevieleviele reiten), sondern ich pariere durch, stelle mich dazu in die Bügel, ziehe am Zügel , schlurre dann ein paar Schritte oder Tritte und fange dann erst wieder zu reiten an. DAS ist neu. geschockt Außerdem - alte Baustellen *seufz* - meine Mittelpositur ist zum Weggucken... Der Grundsitz als solcher ist wohl besser als früher, aber gut geht anders. Und natürlich die immer noch nach unten hängende Reiterrinnenrübe (Zitat: "Glaub mir, der galoppiert auch, wenn Du ihm nicht dabei zuguckst!") und die Hände, die nie so nachgeben wollen, wie sie sollen. *nochmalseufz*

Das Credo des neuen Reitunterrichts (gestern Abend wohlfeil von der RL formuliert): "Versuch es, alles immer korrekt zu reiten! Mogle Dich niemals durch, und wenn es doof aussieht, sieht es doof aus, hauptsache Du bemühst Dich um korrektes Reiten! Dann kommt alles andere auch!" Ok, packen wir also den Tiger in den Tank.

Was ne wirklich gute Sache ist, ist, dass sie ihn auch reitet, seine Mucken wie seine Stärken kennt, ihn ziemlich gern hat und auch Nadine bei ihr Unterricht nimmt. Das ergibt am Ende so etwas wie ein Gesamtausbildungspaket fürs Pony und alle beteiligten Frauen.

Gestern Abend war wieder Lillitime. Und ich hatte ne echt schlechte Woche hinter mir. Also, ich will ja wirklich nicht rumjammern, aber da hat wirklich jeder einzelne Tag mit seinen verschiedenen Hiobsbotschaften für ein halbes Jahr gereicht. Gestern war ich nur noch platt. Und ich wollte nur noch den Kopf unter die Decke stecken und sagen: geht doch alle weg! Aber es wartete ja nunmal das Pony. Vorsichtig versuchte ich gegen 17:00 Uhr Nadine zu erreichen, um zu fragen, ob in die Hufe gucken und Nasestreicheln auch ausreiche? Sie ging jedoch nicht ans Handy, was ich als Zeichen deutete.

Kaum am Stall angekommen blitzte der vor Schmutz starrende Herr Fjord mich außerordentlich freundlich unter seinem Walleschopf an. Wie schön, er mag mich! Als er feststellte, dass ich KEINEN Begrüßungskeks mitgebracht hatte (infam!) flaute die Freundlichkeit jedoch etwas ab... Nun denn: 18:00 Uhr, ich hab ne Menge Zeit, die Stunde beginnt um 19:15 Uhr. Ich widme mich einer akribschen Ponypflege und mach noch entspannt die Box (ich muss ja sagen, das kenne ich sonst aus meinem Reiterinnenleben nicht zwingend: dieser Standbymodus, in den Lilli dabei verfällt - ich war wirklich zwischendurch versucht, an der hängenden Unterlippe rumzuspielen - der ist wirklich praktisch ). Und mit jedem Dreckskrümel, den ich vom Pony oder aus der Box entferne, wird mein Herz leichter. Es war eine gute Entscheidung, nicht nur in die Hufe zu gucken! Freude
Um 19:00 Uhr - ich wollte grad fegen und dann satteln, kommt eine Reitschülerinaus der Reitstunde "davor" in die Stallgasse: geschockt Ihr seid schon fertig?
"Ja, weißt Du nicht? Heute fangen die Stunden ne Viertelstunde eher an...!" Ich sattele und trense fluchs (bei letzterem - Lilli ist jetzt wieder hellwach - streiten wir darüber, ob man beim Trensen stehenbleiben muss - das tut er schließlich bei seinen anderen Frauen auch - muss ich sagen, dass ich gewonnen habe und das Pony etwas schmollte? ). Das nette Mädchen war so freundlich für mich zu fegen und Pony und ich marschierten flott in die Halle. Also ich marschierte flott, das Pony latschte immer noch beleidigt hinter mir her... Um Viertel nach sieben sitze ich ordnungsgemäß auf dem Pony, meine Mitreiterinnen aber auch erst. Irgendwie hatte das niemand so richtig mitbekommen. Wir sind zu dritt, maximal zu viert. Das passt. Schrittschleichwarmreiterei mit Freundin auf Dressurwarmblut an der Seite... Bis wir zur Ordnung gerufen werden. Ich fange an, grooooße Bögen zu reiten: Zirkel bei A, Mittelzirkel, Zirkel bei C, Schlangenlinien drei Bögen sowas halt... Ich fühle mich sehr durchdacht. "So, nu fang mal an, ihn auch zu BIEGEN..." Und ich bekomme entsprechende Korrekturen. Es geht ans Traben, an Biegungen, an Tempiwechsel und Übergänge. Wie aus dem Lehrbuch. "Du bekommst ihn nur rund, in dem Du immer wieder Biegung, Biegung, Biegung und Übergänge, Übergänge, Übergänge reitest." Mir wird warm. Lilli auch. Uuuund ans korrekte Eckenausreiten und der Biegung in den Ecken. Huiuiui. "Du kommst mir nicht genug mit dem innerern Schenkel durch! NEIN! Nicht jeden Schritt rausbollern, sondern energische klare Impulse geben und dann wieder laufen lassen..."

Wie gesagt: korrekt reiten!

Ok, das Pony soll mehr an den Schenkel und ich bekomme Ansagen dazu. Schenkelweichen, Volten, Zirkel vergrößern und verkleinern, Übergänge, Übergänge, Übergänge... Mittlerweile sind wir bei (Schritt-Trab hatten wir, Schritt-Halt ebenso, Trab-Halt auch) bei Schritt-Galopp. "So, und an der langen Seite galoppierst Du, immer ein paar Sprünge Kontergalopp ("Bitte was?"), durchparieren, Handgalopp, durchparieren usw." Der Außengalopp klappt auf Anhieb, das Durchparieren... Also, auf den Punkt geht anders. Auch der Wechsel zwischen Hand- und Konter geht für mich und Pony auf der linken Hand sehr gut. Rechts weiß ich plötzlich nicht mehr wie ich links angaloppiere. Aber der Knoten platzt schnell. "Sooo, damit der mal wach wird und auch aufpasst - AHA!"

Hu! DAS meint Ihr also mit elektrisch am Bein. Und rund macht er sich auch und wird auch ganz weich. Da flieg ich gleich ne Etage höher... Macht Spaß! großes Grinsen

Dummerweise, vor lauter Glückseligkeit bau ich fast einen Unfall. Also, ich bin da nicht allein dran schuld: ich trabe rechte Hand an der langen Seite auf C zu, meine Freundin galoppiert auf eben jenem Zirkel linker Hand (da sind die Regeln doch eindeutig, nö? verwirrt ) und plötzlich kommt von der Seite unsere dritte Mitreiterin ( Wo kommt die denn her? Wohl durch die ganze Bahn gewechselt?). Jedenfalls kann meine Freundin nicht mehr nach rechts, noch nach links ausweichen, ich auch nicht und sie bekommt auch ihr Ross nur mit erweitertem Bremsweg zum Stehen. Ich schwöre: es hat gequietscht. Unsere Pferde stehen Nase an Nase (gut, dass die sich richtig gut leiden können). DAS hätte auch ins Auge gehen können. Die RL zetert: 20 x 40m Platz, das sind 800m² - und zwei Pferde stoßen zusammen? Eeieiei...

Langsam aber sicher ist die Stunde beendet. Ich solle leichttrabenderweise die Zügel aus der Hand kauen lassen und bekomme sofort den nächsten Rüffel: "Du sollst den dabei nicht wieder auf die Vorhand knallen lassen, DAS ist nicht Sinn der Sache." Trotzdem bin ich mit der Stunde zufrieden. Es ist 20:15 Uhr.

Reiten ist aber noch nicht abgeschlossen: Lilli schwitzt wie Bolle! Um 20:50 Uhr frage ich mich: wie lange denn noch trockenreiten? Und zum allerersten Mal, sehne ich mich nach nur einer klitzekleinen Luxuseinheit aus Fidis Nobelstall, in dem ich ansonsten ja kreuzunglücklich war: überdachte Führanlage und Solarium... DAS wäre jetzt super... Wir haben aber nur unsere Stallgasse und die Abschwitzdecke auf dem Rücken und zockeln rüber. Ich rubbel und putze Lilli, wie ne wilde Wutz und als ich die Hufe einfetten will, passiert es:

*strull*

...

*strull*
Au Weia! DAS gibt Lack!*
...

*strull*

Der hört gar nicht mehr auf!*² geschockt Und Pinkelnlassen auf der Stallgasse ist bei uns ein absolutes NoGo... Zum Glück ist der Streitlehrer in Urlaub und nur der Junior da. Und wie mir der Ponymann leid tut... Das waren gefühlte 97 Liter! Ich pack ihn in die Box. Aus der leeren Nachbarbox (das Pferd ist mit dem Streitlehrer in Urlaub) klau ich mir massenweise Stroh, um die Stallgassenbescherung aufzusaugen. Klappt aber nur leidlich. Immer wieder springe und stampfe ich drauf rum, schieb es von links nach rechts. Alle Vorbeikommenden (inkl. Juniorchef - Puh) können sich ein Haha nicht verkneifen.
Ok, es ist mittlerweile halb zehn... Ich versuche, meinen Mann zu erreichen. Der hat mich bestimmt schon auf die Verlustliste gesetzt. Mein Akku ist alle...

Und weil ich eh nix Anderes zu tun habe, hock ich mich zum, immer noch abschwitzenden Pony in die Box und klage ihm mein ganzes Seelenleid der vergangenen Woche. Er hört mir aufmerksam zu und schnuffelt an mir rum (also, ehrlich gesagt, suchte er nur den Keks und fragte gleichzeitig: was machst Du da in meinem Bett? verwirrt - aber das ignorierte ich) - sowas hab ich das letzte Mal mit elf gemacht, oder so... Und ab jenem Moment ist Lillebror mein Seelenpony. Irgendwer schrieb im Fjordforum:  "Who needs a therapist? I've got a Fjord..." Wie wahr, wie wahr. Kiss

Um 21:43 Uhr hat das Stroh die Bescherung so weit aufgesaugt, dass ich mich ans Fegen machen kann. Der Weg zum Mist ist dunkel, lang und matschig, aber ich überstehe ihn ohne weitere Unfälle.

Um 22:09 Uhr hat die Abschwitzdecke wirklich ihren Dienst getan und die Ponyfellkonsistenz ist auf "mangelfeucht" herabgedampft. "Schranktrocken" wäre mir lieber, aber ich kann es nicht ändern. Meine RL schaut nochmal rein und beruhigt mein Gewissen: jetzt kann die Decke wirklich runter. Morgen wird er geschoren...

Ich fahre nach Hause und habe ein gutes Gefühl. Danke Pony! Küsschen

Und Euch danke ich für Euer Auge! Habt einen schönen Sonntag!

Es grüßen

Fidelma und Lillebror

--
Fußnoten

* ruhrpöttisch für "RICHTIG Ärger"
*² ich hatte wegen der Abschwitzdecke weder den ausgefahrenen Schlauch, noch die breitbeinige Ponyhaltung bemerkt

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Freitag, 02. Oktober 2009
Fidelma lernt Reiten - Staffel III: Lillebror
Von Birtes Viechblog, 23:11



Hallo!

ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, sagt man doch, ne? Höhö... Kann ich mir ja das Schreiben sparen. Mach ich aber nicht. Augenzwinkern

Erst heute wurde ich wieder gefragt: "Wann schreibste denn mal wieder nen Reitstundenbericht?" Hmm, mangels Reitstunden eine aktuell schwierige Angelegenheit... verwirrt
Und dann bekam ich noch ne Frage: "Bekommt der Lilli denn auch seine eigene Geschichte?"

Und da konnte ich nur sagen: "JA!" Freude

Viele von Euch haben "Fidelma lernt Reiten" (Staffel I) gelesen, etliche von Euch haben "Fidelma und Fidelia" (war: Fidelma lernt Reiten, Staffel II) verfolgt, viel Unterstüzung erfuhr ich in diesem Jahr hier bei der Suche nach MEINEM Pony. Dass ich bei letzterer nicht erfolgreich war, das stellt sich heute als richtig heraus. Manchmal geht das Leben eben seltsame Wege und meiner mundet aktuell in einen familiär sehr schwierigen, so dass das Projekt "Fidelma kauft ein Pferd" auf Eis gelegt ist (was aber nicht heißt, dass es auf ewig gestorben ist). Engel

Und dann macht einem das Leben auch kleine Geschenke: und ich hab nun ein ganz tolles bekommen! Es heißt Lillebror (liebevoll "Lilli" genannt), ist elf Jahre alt und hier im Forum kein ganz Unbekannter (Winken an Nadine).

Lilli und ich verstanden uns sowohl an der Hand als auch unterm Sattel auf Anhieb. Er findet mich, das zeigt er mir immer wieder, irgendwie genauso gut, wie ich ihn. Wir kennen uns schon etliche Jahre.
Seine "Hauptfrau" und ich haben uns in den letzten immer mehr angefreundet. Schon seit über einem Jahr darf ich immer mal wieder meine "Reitkünste" auf ihm erproben oder er diente mir in schwierigen Zeiten als "Therapiepony". Kiss Da Lilli jedoch auch noch zwei Nebenfrauen hatte (besonders monogam isser nicht Augenzwinkern ) führten wir im Laufe des letzten Jahres eine stille, aber nicht minder leidenschaftliche Affaire... Augenzwinkern

Und nun hat sich eine seiner Nebenfrauen von ihm scheiden lassen... Man muss sagen, die Trennung fiel ihnen nicht leicht: sie wollte mehr von ihm für sich haben, was seiner Hauptfrau weniger behagte, da sie ein ebensolches Ansinnen verfolgte. Eine unglückliche Situation. Aber sie bot die vollkommen unverhoffte Chance, Lillis und meine Beziehung quasi zu legalisieren (den formellen Weg bestritt ich in der Einrichtung eines Dauerauftrages mit der Kennzeichnung "Lillebror" - was meinen bänkischen Sachbearbeiter zu wirklich fünfmaligem Fragen: "WIE heißt das Pferd?" verwirrt veranlasste Lachen ).

Und nun, mit Beginn dieses Monats, ist es offiziell: ich werde Lilli einmal wöchentlich reiten. Reitunterricht wird es bei der verhältnismäßig neuen Schwiegertochter unseres SB geben, die Lilli auch bereitet. Probeunterricht und kritischstes Beäugen desselben ließen keine Fragen offen und machen Mut, dass ich weiter reiten lernen werde. Augenbrauen Und sollte ich mehr reiten wollen, habe ich immer noch die Möglichkeit, weiter zu meiner CR-Reitlehrerin zu fahren. Ich halte das für eine gute Ergänzung (ich persönlich finde ja, Warmblutreiten parallel zum Ponyreiten ist immer eine gute Sache) und das läuft ja auch nicht weg.

Lilli ist, wie man den Bildern entnehmen kann, ein ziemlich vielseitiges, lustiges und charakterstarkes Pony: von ZL, über Dressur und Springen. Möglich ist mit ihm alles. Nur Ziehen, das hat er bisher nicht gelernt. Im Übrigen ist er der Bruder von Sandis Attila und der Enkel von Marakeschs Lotte. Viel Familie also hier im Forum. Winken

Irgendwann, wenn sich Vieles für mich und meine Familie geklärt hat und alles wieder so etwas wie einen Alltag bekommt, dann werde ich mich auch wieder auf die Suche nach einem ganz eigenen Pony machen. Aber bis dahin freue ich mich sehr auf die Zeit mit Lillebror. großes Grinsen

Morgen geht es offiziell los. Ich freu mich drauf und werde bestimmt immer mal wieder berichten! Rauchen

Aber eine Sache muss ich noch vorweg sagen (ich sage es nur ein Mal und werde es auch nie wieder tun, versprochen! Lachen ): Lillebror hat einen HAMMERGEILEN Schopf! Oder?

Liebe Grüße,
Fidelma

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Montag, 11. Mai 2009
Herta
Von Birtes Viechblog, 22:16

Der Beginn einer für mich persönlich rührenden und teilweise für Euch vielleicht auch lustigen Geschichte mit einem hoffentlich weit entfernten und fröhlichen Ende. Ich fasse hier den Bericht der letzten Tage zusammen...

Die Vorgeschichte

Viele meiner Leser wissen: meine Mutter hat die Grenze der Siebzig überschritten und sie ist gesundheitlich nicht die Fitteste (um es vorsichtig auszudrücken). Dies führt dazu, dass ich täglich im elterlichen Haushalt verweile, um diese und jene Dinge zu verrichten, die der Alltag eben so erfordern und die meine Mutter längst nicht mehr alleine zu tun im Stande ist.

Meine Mutter hat ihr Leben mit Tieren verbracht. Mein Vater, der schon sehr lange nicht mehr lebt, teilte diese Tierliebe nicht zwingend, aber als ich (endlich Augenzwinkern ) vier Jahre alt war, konnte sie sich unter dem Vorwand „das Kind muss ja mit Tieren groß werden“ (was sie im Übrigen niemals nicht zugeben würde! Augenzwinkern ) durchsetzen und es zogen peu a peu wieder Tiere in unser Haus. Sie kamen, wurden geliebt, lebten, starben. Wie das eben so ist.

Vor zwei Jahren schlossen wir den Meerschweinchenpalast im mütterlichen Garten. Meine Mutter schaffte den Weg nicht mehr (unser Garten ist sehr groß), um die tägliche Fütterung zu übernehmen. Außerdem starb Minkusch, ihre letzte kätzische Hausgenossin. Minkusch war, man kann es einfach nicht beschönigen, ein mürrisches, unsauberes, autonomiebedachtes Katzenviech, das nicht wirklich an einer Freundschaft mit meiner Mutter interessiert war. Man möge es ihr verzeihen - sie hatte kein schönes Leben, bevor sie bei ihr einzog. Mich mochte sie im Übrigen noch deutlich weniger.

Seit gut zwei Jahren ist meiner Mutter also nun unbeviecht. In guten Phasen äußerte sie immer wieder den Wunsch, ihr Leben wieder mit einem Tier zu verbringen. In schlechteren nahm sie davon Abstand. Wir machten uns Gedanken, beratschlagten uns mit Freunden, Nachbarn (die sich alle extrem hilfswillig zeigen :respekt:), Leuten aus dem Tierschutz, mit „unseren“ Tierärzten... Aber wir kamen zu keiner Lösung: Was ist, wenn meine Mutter ein Tier gar nicht mehr versorgen kann? Wenn - was hoffentlich noch in weiter Ferne liegt - sie stirbt? ICH kann nicht dafür garantieren, ein potentielles Tier zu übernehmen (bei uns zu Hause herrscht die Devise „das Boot ist voll“ außerdem sind meine eigenen Tiere da etwas eigen...). Und einen vorprogrammierten Fall fürs Tierheim? Nein, das muss wirklich nicht sein.

Vor fast drei Wochen - an einem Montagabend - stand meine Mutter noch unter dem Eindruck der sonntäglichen „Tiere suchen ein Zuhause-Sendung“ und seufzte den Wunsch, es wäre doch sooo schön, wieder ein Tier im Hause zu haben. Und plötzlich schoss mir eine Lösung durch den Kopf: ich bin im Verteiler diverser Tierschutzaktivisten und bekomme jede Woche irgendwelche Notfelle ins Haus gemailt. Eine dieser Mails kam zwei Wochen zuvor von der Freundin einer Freundin.

HERTA...

(Foto von Julia Niessen)

Eine bildhübsche, siebenjährige, menschenfreundliche kleine Prinzessin, die nach draußen möchte und gleichzeitig aber auch Einzelkatze sein darf. Sie mag Menschen lieber als andere Katzen, mit Hunden komme sie gut klar (glücklicherweise finden auch unsere Nachbarshunde Katzen in Ordnung...). Ein Scheidungskind. Ihre Besitzerin kann sie - aktuell - nicht mit in die neue Wohnung nehmen. Sie hat in 1,5 Jahren aber wieder die Möglichkeit, ein katzengerechtes zu Hause zu bieten. Die momentane Situation ist für Mensch und Tier schwierig (Herta ist unter anderem täglich bis zu 15 Stunden allein), werde sich aber ändern. Sollten sich jedoch Menschen finden, die Katz alles bieten könnten, was es braucht, könne es umziehen. Kein wirklicher Notfall also.

Ich setzte mich mit Hertas Noch-Besitzerin in Verbindung und wir fanden beide die Idee klasse, die einsame Herta mit meiner einsamen Mama in Verbindung zu bringen. :)

Noch am gleichen Abend fuhren meine Mutter und ich hin, um uns Herta anzusehen.

Hier fängt der Teil der Geschichte an, der mich wirklich rührt. Meine Mutter, verständlicherweise ganz aufgeregt, packte ein großes Fotobuch ein, das ich ihr zum Siebzigsten geschenkt hatte, welches den gesamten Garten, das Haus und seine Umgebung in allen Jahreszeiten abbildet, um Hertas Frauchen zu zeigen, wie schön Herta wohnen würde... *seufz* Herta war etwas verschreckt, als sie meine Mutter kennen lernte, aber auch ein wenig neugierig. Und meine Mutter krähte mit typisch großmütterlichem Unterton nach „Hertaaaaleiiiiin...“ (mein Mann und ich stellen uns darauf ein, dass dies der meistgehörte Ton der nächsten Wochen sein wird Augen rollen Lachen ). Hertas Besitzerin und ich schauten uns nur an und flüsterten uns leise zu, dass dies wohl insgesamt ein gutes Werk sei...

Leider bekam meine Mutter am Folgetag einen Kreislaufkollaps (der plötzlich heiße April war etwas zu viel) und die „Kommt Herta?“ Frage wurde vertagt. Die plötzlich einsetzende schwere Schwäche war für meine Mutter ein erschreckendes Warnsignal, sie bat sich noch etwas Bedenkzeit aus. Außerdem beschloss sie, dem auch noch einmal weiter ärztlich nachgehen zu lassen, denn, wenn Herta käme, müsse sie ja fit sein! Kiss Sie entwickelte diverse Ideen: wir müssten eine Schaufel basteln, die einen langen Stiel hat, mit dem sie das Katzenklo reinigen könne, ohne sich zu bücken (eine Art „Bollensammler“), sie träumte davon, eine schnurrende Herta in ihren Kniekehlen liegen zu haben... Aber auch manch Zweifel kam („Eigentlich hätte ich ja noch lieber einen Hund...“ NEIN!), „Kann ich Herta nicht ein Geschirr anlegen, mit dem ich mit ihr schon am Anfang in den Garten kann?“ (Nein, Mama, das Tier mit der Leine und dem Halsband war der Hund...“ Augen rollen ). Und so weiter.

Vorgestern fiel dann endlich der Pro-Herta-Beschluss. Also, genauer gesagt lief das in etwa so ab: Ich fragte leise nach, wie meine Mutter sich das denn nun vorstelle? „Natürlich kommt Herta zu uns!“ lautete die empörte Antwort. Ich rief also die Noch-Besitzerin an und wir einigten uns, dass Frau Katz am Freitag umziehen solle. Sie würde vorbei gebracht. Wir vereinbarten, einen Schutzvertrag abzuschließen und (das war schließlich eine der Grundideen): Herta kann jederzeit, sollte meine Mutter tatsächlich eines Tages nicht mehr in der Lage sein, Herta zu bekümmern, zu ihrer Ursprungsbesitzerin zurückkehren. Wir hoffen natürlich, dass dies nie nötig sein muss, aber es gibt mir und natürlich auch meiner Mutter die notwendige Sicherheit, die die Neuanschaffung eines Tieres von Nöten machte. Gleiches gilt für längere Krankenhausaufenthalte.

Der Bau von Herta-Castle

Es war klar, dass Herta ohne „Zubehör“ abgegeben würde. Wir hatten jedoch „nur“ noch zwei Katzenklos. Minkuschs alter Kratzbaum war an andere Katzenbesitzer abgegeben worden. Also ging ich shoppen! großes Grinsen

Und ich geriet in einen wahren Kaufrausch. Auf einmal fand ich es nämlich hochgradig aufregend, dass ein neues Tier zu unserer Familie zählen sollte. Springen

Als ich den hiesigen Fressnapf wieder verließ hatte ich einen Kratzbaum der Kategorie „Chat de Luxe“ (gefühlte 170kg schwer), Edelstahlnäpfe, Futter, Leckerchen, Katzenmilch, Katzenstreu und voll ökologisches Katzenspielzeug (ja, das gibt’s - sieht aus wie Sigikid-Spielzeug für Kleinkinder und wird von Herta bestimmt keines Blickes gewürdigt werden Augenzwinkern ) und Catnip-Spray (das Tier soll sich schließlich auf Anhieb wohl fühlen) im Wagen. Die Kassiererin war dann auch besonders freundlich zu mir und verabschiedete mich mit „Beehren Sie uns bald wieder!“ Winken während ich beschloss, in diesem Monat einfach keine Kontoauszüge mehr zu ziehen... [1]

Irgendwie buchsierte ich den ganzen Krempel in mein Auto und ins mütterliche Heim und widmete mich mit vollem körperlichen Einsatz dem Aufbau der Katzenkratze (farblich passend zum Mobiliar!). Ganze 1,5 Stunden floss mein Schweiß und am Ende stand er da und ich dachte nur „Im Laden sah der aber kleiner aus...“ verwirrt Ich rief meine Mutter, die vollkommen entsetzt das Kratzbaummonster anstarrte. DAS käme ihr SO nicht ins Wohnzimmer! Da müsse sie ja ein ganzes anderes Möbelteil entfernen. Nach einer dreifachen Umbauaktion, dem Verrücken einiger Möbelteile und vielen Zigaretten auf der Terrasse, während derer ich mir immer wieder vorflötete „Ich bin ein Gänseblümchen im Sonnenschein...“ war aus Cat Castle eher die Hütte des Torwächters geworden und fand Gnade in den mütterlichen Augen. „Schau, da steht er doch schön...“ Das andere Katzenzeugs kam an die weiteren wichtigen Stellen und ich schickte eine SMS an Hertas Noch-Frauchen: Alles ist fertig, sie kann kommen!
Heute Abend ist es so weit. Ich werde berichten. großes Grinsen Und ich freue mich! Springen

[1] Ja, Ihr dürft mich bekloppt nennen...

Herta ist da


So, das süße Katzentier betrat heute gegen 18:15 Uhr einen neuen Pfad in seinem Leben. Sie weinte fürchterlich in ihrem Korb, kam ja aber mit ihrer alten "Mama" und deren tollen Hund. Wir öffneten vorsichtshalber den Korb im Bad, damit sie direkt das Katzenklo finden konnte und zogen uns zurück. Herta sollte selbst ihren Weg durch das Haus finden.

Kung Fu - das ist der hündische Begleiter - war zwar zunächst mehr an uns interessiert (naja, eigentlich suchte sie das ganze Haus nach Hundespielzeug ab Augenzwinkern ), trat Herta dann aber verstärkend an die Seite. Herta untersuchte - den Schwanz meist demütig ängstlich eingekniffen, ab und an dann aber auch schon keck in die Luft gestreckt, das neue Heim und brüllte in jedem Raum los: "Zu Hüüüülfeee! Was ist DAS denn hier? Wo bin ich???" Nur die Stimme ihrer - jetzt - Ex-Besitzerin und das immer wieder Auftauchen von Frau Fu halfen ihr, immer wieder die Fassung zurück zu gewinnen. An Bestechungsversuche war nicht zu denken: das arme Katz war viel zu aufgeregt (Frau Fu nahm sie hingegen gern).

Ich war hibbelig und meine Mutter? Die Coolness in Person... Tse... verwirrt

Nach einer guten Stunde verkroch Herta sich dann hinter die Couch und ward von minutan nicht mehr gesehen. Auch Frau Fu fand sie nicht mehr. Sie guckte sich verwirrt nach Herta um, es half auch nichts, dass wir ihr sagten, sie sei schließlich der Hund und demnach viel findungsfreudiger als wir...

Der Abschied fiel dann zwischen den Menschen herzlich aus. Ich glaube, es war auch gar nicht schlecht, dass Mensch und Tier sich nicht verabschieden konnten. Jedenfalls gab es mehr Erleichterung denn Tränen.

Wir ließen Herta erst einmal Herta sein. Nach einer Weile konnte ich dann aber doch nicht an mich halten und sah hinter die Couch. Herta war etwas reserviert, aber keinesfalls panisch. Was könnte ihr wohl helfen? Natürlich: Malzpaste! Die Tube erkannte sie sofort und gierte danach. Stückchen für Stückchen traute sie sich aus ihrem Versteck. Nur, um sich dann auch wieder zurück zu ziehen. Das Spielchen wiederholten wir - unterbrochen durch mehrere lange Pausen - und nachher reichte eine leise Ansprache und sie kam an und wollte schmusen. Sie fing sogar an, mich freundlich anzubrrrrrren. Kiss

Irgendwann traute sich sich noch einmal, das Haus zu erkunden. Sie sprang sogar einmal kurz zu meiner Mutter auf die Couch und ließ sich streicheln. Jedes fremde Geräusch machte ihr jedoch wieder Angst und sie verkroch sich wieder.

Ich finde, für einen so aufregenden Tag hat sie seeehr viel erreicht! Respekt

Meine Mutter schmiss mich dann eben aus dem Haus. "Nun sei genug G'schiss ums Tier gemacht!" Pöh! Also...

Ich denke, die Beiden werden sich ganz bald gut zusammenraufen.

Fotos habe ich keine gemacht, sorry Nici, aber das war heute Abend nicht drin. Mache ich aber bestimmt noch.

Herta ist eine super freundliche und wirklich unkomplizierte Katze. Ich gaube an einen echten Glückskeks.

Hertas erste Tage

Nun wohnt Herta erst vier Tage bei meiner Mutter und ich muss zugeben, dass ich nie ein erwachsenes Katzentier sah, das sich derart schnell einfügte. Das Tempo, welches sie bei ihrer Eingewöhnung vorlegt (wenn man davon überhaupt sprechen kann, ist mehr wie "veni, vidi, victi...") ist mir etwas unheimlich.

Da ich am Samstag von höllischen Kopfschmerzen heimgesucht wurde, die jeden Aktionismus im Keim erstickten, konnte ich nicht zu meiner Mutter fahren. Wir telefonierten gen Mittag kurz und der Herta-Bericht fiel knapp aus: Ist alles ok... Ok? verwirrt Ok...
Am Abend führten wir noch ein kurzes Gespräch in dem mir berichtet wurde, Herta habe den gesamten Nachmittag in ihren Kniekehlen geschlafen. Ich war neugierig ob des emotionalen Zustandes, in den meine Mutter sich denn nun versetzt fühle, was mit einem knappen und in sachlichem Ton formulierten "Ja, was denn? Ich lieb sie und sie liebt mich!" beantwortet wurde. Oh. Das ging ja schnell.

Ich war dennoch irritiert, da meine Mutter eigentlich ein ebenso emotionaler und überschwenglicher Typ ist, wie ich es bin.

Gestern Abend hatte ich mich so weit berappelt, dass wir denn doch noch zu meiner Mutter fahren konnte (war ja schließlich Muttertag). Mein Mann und ich betraten das mütterliche Heim und ein kleines schwarzes Etwas kam zur Begrüßung um die Ecke. Guck an... Hallo Herta! Mich erkannte sie sofort ("Ah, Dich kenne ich, Du warst doch die mit der Malzpaste...") meinen Liebsten beäugte sie eher misstrauisch denn ängstlich. Jener ließ einen tiefen Seufzer aus seiner Kehle erklingen, der, wie ich nach etlichen Jahren des Zusammenlebens weiß, zweierlei bedeutet: "Ach Du Sch****, NOCH ein Tier..." ebenso wie "Ach Du Sch****, ist die SÜß!" Nachdem wir eine Weile im Garten saßen verschwand er und als ich leise um die Ecke linste, sah ich, wie er Herta auf dem Arm das Katz beschmuste. Noch ne Nuss geknackt...

Meine Mutter war allerdings etwas beleidigt, nicht noch zusätzlich etwas zum Muttertag zu bekommen. Der Argumentationskette Herta -> Fressnapf -> Monatsgehalt gegenüber war sie wenig zugänglich...
Memo an Fidelma: Katze ersetzt keine Blumen an Muttertag.

Nach Abschluss des ersten Tagwerks für heute machte ich meinen Mutterbesuch: ich kam, meine Mutter lag, wie jeden Nachmittag üblich (da ist ihr Pulver einfach schon verschossen), auf der Couch und ich fragte, wo Herta sei? "Miee" krähte es unter der Decke und ein kleiner schwarzer Katzenkopf wuselte sich nach oben und blinzelte mich verschlafen an. Ich grinste und das Gesicht meiner Mutter leuchtete... Eeeendlich! Ich glaube, sie traute sich bisher einfach nicht zu glauben, dass sie wirklich ihr Herz an diese Katze hängen dürfe. "Sie macht es mir soooo leicht!" sagte sie und von da an hieß es nur noch "Herta hier, Herta da..." Ich freute mich sehr.

Es wirkt wirklich so, als ob Herta nie woanders gelebt habe: sie spielt, sie schmust, sie frisst, sie nutzt die Kratze, sie sucht permanent den Kontakt zu meiner Mutter, sie spricht (viel!), sie nutzt ihr Klo... Und überhaupt gehört das ganze Haus (selbstverständlich!) Herta. Nur dass sie noch nicht raus darf, DAS findet sie richtig doof (sie läuft von einem Fenster zum anderen und nölt dabei rum). Aber das braucht eben noch sechs Wochen.

Herta füllt durch ihr Sein und auch durch ihre Art genau die Lücke, sie schon lange - viel zu lange - offen stand. Ich bin sehr glücklich und dankbar, dass sie zu uns kommen durfte.

Habt noch einen schönen Abend!

Fidelma

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Sonntag, 19. April 2009
Aufbruch in ein neues Leben...
Von Birtes Viechblog, 21:21

Hallo zusammen,

lange habe ich nichts mehr geschrieben. Nun gibt es aber etwas Neues, das ich Euch nicht vorenthalten möchte: nach mittlerweile knapp drei Monaten Schritt führen und keiner deutlichen Verbesserung beim Kontrollschallen (und vielen emotionalen Aufs und Abs) hatte Fidelias Besitzerin nach Rücksprache mit dem Tierarzt beschlossen, dass dem Tier eine einjährige Weidepause gegönnt wird. Während ich auf einer Dienstreise war, hatte sie einen wirklich schönen Offenstall in Hervest-Dorsten (klickst Du hier) ausfindig gemacht. Wir besuchten den Stall noch einmal gemeinsam und auch ich war sehr begeistert. Der Umzugstermin wurde fest gemacht und gestern war nun der große Tag!

Alle waren seeehr aufgeregt: wie würde Fidi sich nach nun fast drei Monaten Boxenhaft verhalten? Wie würde sie mit der Weite und der Offenheit klar kommen? Was sagt sie zu neuen Pferden? Und, und, und... Zugegeben: ich freute mich einfach! Springen

Um acht in der Früh trafen Fidis Besitzerin ich uns am Stall und räumten erst einmal den ganzen Krempel, der so einem Pferd gehört, ein und fuhren die erste Ladung rüber. Man erwartete uns schon. Die neue SB war auch sehr aufgeregt, was ich sehr süß fand. Kiss Wir erfuhren, dass heute noch ein weiteres neues Pferd ankäme, ein dreijähriger Isi-Hengst, der aber direkt auch heute noch dort kastriert werden sollte. geschockt Okeee...

Ein letztes Bild aus der Box:



Fidi wurd noch einmal fein und natürlich transportfähig gemacht (inkl. Notfallglobulis Augenzwinkern ):



Und los ging es:



Fidi ging - wie immer - sehr brav auf den Hänger, aber die recht kurze Fahrt (ca. 5km) fand sie ziemlich aufregend. Ich fuhr mit dem Restzeug (wie einer Kleinigkeit von 50kg Hafer im Kofferraum Augenzwinkern ), hinterher und hatte sie ganz gut im Blick:



Wir kamen punktgenau mit den Menschen mit dem Isi-Hengst auf den Hof gefahren. Die luden dann neben uns ab, was uns zunächst skeptisch stimmte (zumal der kleine Kerl sich seiner Männlichkeit seeehr bewusst war und das Stutentier blitzschnell anflirtete Augen rollen ). Fidi nahm es jedoch vollkommen gelassen, was die neue SB nicht nur beruhigte, sondern auch begeisterte.
Der kleine Hengst wurde zum Warten auf den Tierarzt in die kleine Halle verfrachtet und uns wurde Fidis Paddock zugewiesen. Vorsichtshalber packten wir sie mit allem ein, was ein Pferd so schützen könnte und Fidis Besitzerin und Fidi zogen los.



Da Fidi schon ganz gut an der Hand angeweidet ist war abgesprochen, dass sie einen Paddock mit etwas Gras bekommt. Die Idee dahinter war, dass sie dann hoffentlich nicht SOFORT abspackt, sondern erst einmal die Nase ins Grün steckt. DIESER Plan ging auf! großes Grinsen



Dass der Plan sooo gut aufginge, damit hatte aber nun niemand gerechnet. Lachen Fidi interessierte sich für NICHTS mehr. Nicht für die ausgeprochen interessierte Nachbarschaft,



nicht für die völlig neue Umgebung,



nur das bisschen Grün war interessant!



großes Grinsen

Auch, dass auf dem Hof ordentlich Gerummel war, weil die Kälber (viele Kälber! geschockt ) abgeholt und zum Bullenmäster gebracht wurden. Bei sowas kann ich ja zugegebenermaßen nicht gut hingucken. traurig Von der mittlerweile anwesenden neuen Stallgemeinschaft wurden wir herzlich empfangen.

Wir stellten die These auf, dass Fidi vielleicht noch nicht gerafft hatte, dass sie sich bewegen kann? Prinzessin Valium? Hatten die paar Globuli eine solch durchschlagende Wirkung?
Wir beobachteten sie eine ganze Stunde, aber NICHTS tat sich. geschockt Also beschlossen wir, uns erst einmal häuslich einzurichten, den Hänger zu reinigen, eben alles zu tun, was nach einem solchen Umzug zu tun ist.
Irgendwann hörten wir dann aber doch mal Hufgeklapper aus Fidis Paddock. Ahhh! Aufgewacht? Sie hatte ihre Nachbarn zur Rechten entdeckt. Von "abspacken" konnte jedoch nicht die Rede sein: Stechtrab hoch zum Stall (kein Lahmen zu sehen! Springen ) - ein wenig Imponiergehabe dem neugierigen Wallach vom Nachbarpaddock gegenüber - und dann gaaanz gesittet im Schritt wieder runter zum Gras.

So ein Offenstall ist ja nun ganz etwas Anderes als der Turnierstall aus dem wir kamen und wir stellten fest, dass wir auch nicht alle Utensilien (anderes ist nun vollkommen überflüssig...) dabei hatten. Der Hafer z.B. muss ja auch ein Zuhause haben. Also machten wir uns auf den Weg zur nächsten Genossenschaft und kauften noch ne Futtertonne. Da der ganz nah am alten Stall liegt, kehrten wir dort noch einmal schnell ein und holten die noch bestellten Möhren. Bei allem Gemecker und meiner persönlichen Erleichterung, dort nicht mehr hin zu müssen: an Fidis leerer Box vorbei zu gehen, war trotzdem ein merkwürdiges Gefühl. Zu Gute halten muss man, dass wir (besonders aber natürlich Fidis Besitzerin) einen wirklich herzlichen Abschied von den Anwesenden bekamen!

Zurück am neuen Stall kamen wir just zur Kastration des jungen Isis dazu. Öhm... "Zimperlich darfste hier nicht sein" sagte die neue SB zu mir, als ich mir nicht mehr mit ansehen konnte, welche Probleme der arme kleine Kerl beim Wachwerden und Aufstehen hatte.

Fidi war nach wie vor vollkommen entspannt, stand aber mittlerweile wieder oben. Wir befreiten sie von aller "Schutzkeidung". War wirklich einfach nicht notwendig. Und DANN entdeckte sie doch noch ihr persönliches Monster... Lachen

DAS



war Paddocknachbarin auf der anderen Seite. Ich meine, das Pony ist natürlich bemitleidenswert, aber: sieht sie nicht aus wie aus einem Ritter-Comic? Ich konnte bei dem Anblick nicht mehr an mich halten...

Fidi brauchte sehr lange um zu verstehen, dass unter dem ganzen Gerümpel tatsächlich nur ein Pony steckte. Sie strahlte ein fasziniertes Gruseln aus. Aber spätestens beim stutigen Gequietsche war die Sache dann auch für sie klar! großes Grinsen

Als wir uns - unterbrochen von immer wiederkehrenden Fidibeobachtungen - eingerichtet hatten, hatte Fidi auch genug. Sie stand oben und schien zu sagen: "Netter Ausflug heute, aber können wir jetzt wieder nach Hause fahren?" Ich glaube, das wird noch eine ganze Weile dauern, bis sie angekommen ist. Aber es ließ sich sehr gut an. Die nächsten Nächte wird sie noch in einer Box im Stall verbringen. Aber dann wird sie auf "ganz draußen" umgestellt. Morgen kommt dann das erste fremde Pferd zu ihr...

Als wir uns auf den Weg machten und uns verabschiedeten, stand die SB bei Fidi, kraulte sie und hatte ihr grad etwas Heu gegeben, welches das Pferd friedlich mümmelte. Mit diesem Bild im Kopf konnten wir mit einem guten Gefühl nach Hause...

Es dankt für Euer Auge,

die Fidelma

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